Ausgezeichnete Facharbeiten: Der HvK-Facharbeitsaward 2021

Facharbeit – das klingt nach Spezialisierung und Professionalität. In der Jahrgangsstufe Q1, also in der Qualifikationsphase 1 der Oberstufe der Heinrich-von-Kleist-Schule (HvK), löst der Begriff ganz unterschiedliche Reaktionen aus: Während ein Teil der Schülerschaft diese einmalige und obligatorische Aufgabe mehr oder weniger „pflichtbewusst“ be- bzw. abarbeitet, kniet sich ein anderer Teil engagiert und hochinteressiert in das individuell gewählte Arbeitsthema.

Doch was steckt hinter dem Begriff „Facharbeit“?  Zu Beginn des 2. Halbjahres der Q1 muss an der HvK eine Facharbeit in einem schriftlich belegten Fach angefertigt werden.  Diese Arbeit ersetzt eine Klausurleistung. Bei der Wahl des Faches sind die Schüler/innen weitgehend frei. Wird ein Fach bzw. eine Fachlehrkraft zu häufig angewählt, entscheidet das Los – in der Regel kann aber dann der Zweitwunsch der Schülerin bzw. des Schülers berücksichtigt werden.

Bei der Wahl des Themas ist der Schüler/die Schülerin relativ frei, aber natürlich muss ein Zusammenhang zu entsprechenden Fachgegenständen erkennbar sein. Während des Schreibprozesses steht die Fachlehrkraft beratend zur Seite.

Zweck der Arbeit ist die weitgehend selbstständige und differenzierte Auseinandersetzung mit einem Fachthema, um so u.a. studiumsvorbereitend Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen.

Der von der HvK ins Leben gerufene Facharbeitsaward dient somit vor allem der ausdrücklichen Wertschätzung des schülerischen Engagements.  Die Facharbeitsaward-Jury 2021 bestand aus 10 „Experten“, aus Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie einer ehemaligen HvK-Schülerin. Sie sind in den verschiedensten Fachrichtungen unterwegs und arbeiteten jetzt zum zweiten Mal in dieser Konstellation zusammen. In diesem Jahr konnten erstmalig die Plätze 1-3 vergeben werden:

  1. Platz: Hebräisch: „Wie beeinflussen sprachliche Erscheinungen die Wahrnehmung von Geschlechterbildern in der hebräischen Bibel?“ von Laura De Giorgio (Foto, Mitte)
  2. Platz: Physik: „Einfluss von Winglets und Wingtips auf das Strömungsverhalten an den Tragflächen von Luftfahrzeugen“ von Maximilian Magin (Foto, rechts)
  3. Platz: Englisch: „The Florida Project – A Harsh Reality“ von Elona Demiri (Foto, links)

Laura De Giorgios Arbeit wurde durch die Fachlehrerin des Hebräisch-Kurses am Neuen Gymnasium betreut, ein Physik-Lehrer des Lessing-Gymnasiums begleitete Maximilian Magins Untersuchung.

Diese sehr erfreuliche schulübergreifende Zusammenarbeit, die eine Erweiterung des Themenspektrums ermöglicht, ist ein weiterer positiver Aspekt der scheinbar unauffälligen „Pflichtaufgabe Facharbeit“.

Die Auszeichnung der Preisträger/innen fand am Freitag, 04.06.2021, im Forum der HvK statt.

Last but not least: Ebenfalls an diesem Tag ausgezeichnet wurden die beiden Vorjahres-Sieger, Sebastian Gerhardt in Englisch (Thema: „Brexit: having to leave but not wanting to. Examining the Northern Irish perspective towards Brexit through newspaper articles”) und Dominic Wienzek in Technik („Entwicklung einer Stundenplan-App“), die 2020, bedingt durch die Corona-Pandemie und Lockdown-Phasen, nicht entsprechend geehrt werden konnten.