Vom 8. bis 10. Mai 2026 nahmen unsere Schülersprecherin Danae Köllermann gemeinsam mit den SchülervertreterinnenMadina Addam und Anastasija Bodirogic(10a) am 207. Young Leaders Pressekongress in Berlin teil. Gemeinsam mit rund 100 engagierten Schülerinnen und Schülern aus ganz Deutschland verbrachten sie ein spannendes und lehrreiches Wochenende. Die Teilnehmenden im Alter von 15 bis 21 Jahren engagieren sich in verschiedenen Bereichen, beispielsweise in der Schule, Kirche, im Sport oder in der Politik.
Was ist Young Leaders?
Young Leaders ist ein Programm der Young Leaders GmbH, das engagierten jungen Menschen etwas zurückgeben möchte und ihnen Wertschätzung für ihr ehrenamtliches Engagement vermittelt. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung zu fördern sowie ihre Kommunikations- und Politikkompetenz zu stärken. Mehrmals im Jahr finden in verschiedenen Städten Deutschlands Kongresse zu unterschiedlichen Themen statt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Osteuropa.
Die Young Leaders GmbH organisiert deutschland- und europaweit überparteiliche und überkonfessionelle Bildungsveranstaltungen für junge Erwachsene im Alter von 15 bis 21 Jahren, die sich ehrenamtlich für andere einsetzen und bereits erste Führungsverantwortung übernehmen. Daher stammt auch der Name „Young Leaders“. Dabei arbeitet das Unternehmen europaweit mit Ministerien, Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und gemeinnützigen Stiftungen zusammen.
Freitag, 8. Mai 2026 – Anreise und Kennenlernen
Am Freitagnachmittag reisten wir mit dem Zug in Berlin an. Nach dem Einchecken im Hotel, das gleichzeitig auch Veranstaltungsort des Kongresses war, blieb Zeit, die Umgebung zu erkunden. Beim gemeinsamen Abendessen fand eine erste Kennenlernrunde statt. Schnell kamen wir mit den anderen Teilnehmenden ins Gespräch und knüpften erste Kontakte.

Samstag, 9. Mai 2026 – Kongresstag und journalistische Arbeit
Der Samstag begann bereits um 7:00 Uhr mit dem Frühstück. Um 8:30 Uhr startete offiziell der Kongress. Nach der Begrüßung stellten sich die Teamerinnen und Teamer vor, die die verschiedenen Redaktionen betreuten. Zudem wurde das Konzept von Young Leaders vorgestellt. Wir wurden schon in die vier unterschiedlichen Redaktionen aufgeteilt und arbeiteten dort. Diese sind: Zeitung, Podcast, TV und Social Media.
Je nach Redaktion beschäftigten sich die Gruppen mit verschiedenen journalistischen Arbeitsweisen. In der Zeitungsredaktion standen beispielsweise Themen wie Journalismus, Berichterstattung und Interviewführung im Mittelpunkt. Dabei lernten die Teilnehmenden unter anderem, wie ein guter Bericht aufgebaut ist, worauf beim Mitschreiben geachtet werden muss und welche Informationen für eine Veröffentlichung besonders relevant sind. In der Podcastredaktion war Teamfähigkeit und Selbstbewusstheit gefragt: sich mit seinen Kolleg*innen absprechen und falls was nicht funktioniert, Hilfe zu leisten. Im Vordergrund stand insbesondere das Verlassen seiner Komfortzone und die daraus resultierende Entwicklung. In der Social Media- Redaktion lag der Fokus beim Marketing und das Verstehen wie man Inhalte in Videoformaten richtig rüberbringt.
Ab 14:00 Uhr fanden verschiedene Expertenvorträge zu Zukunfts- und Europathemen statt:
- „Von der Teilung zur Selbstbestimmung – Freiheit als europäische Erfahrung“
Prof. Krzysztof Ruchniewicz, Universität Wrocław (Breslau), Polen - „Zwischen Erinnerungen und Zukunft – Wege der europäischen Verständigung“
Nicola Remig, Dokumentations- und Informationszentrum Haus Schlesien, Königswinter - „Kommunikation, Kampagne, Kanzleramt – ein Berufsweg durch die politische Landschaft Europas“
Caspar Hader, Referent für Video und Social Media, Bundespresseamt Berlin - „#wirsindyoungleaders – (D)eine Erfolgsgeschichte: Jugendparlamente europaweit vernetzen – vom lokalen Engagement zur gemeinsamen Stimme“
Lisette Breyer und Clara Droste, Parliament Network Europe, Ingolstadt
Jede Redaktion war einem anderen Vortrag zugeteilt und hatte die Aufgabe, die wichtigsten Inhalte festzuhalten. Im Anschluss bereiteten die Gruppen Interviewfragen vor und führten Gespräche mit den jeweiligen Referentinnen und Referenten. Aus diesen Interviews entstanden anschließend Zeitungsartikel, Podcasts, TV-Beiträge und Social-Media-Inhalte.
Nach einem arbeitsreichen Tag gab es ab 18:30 Uhr Abendessen. Anschließend konnten die Teilnehmenden entweder Berlin alleine erkunden oder an einer geführten Stadttour teilnehmen. Die gemeinsame Zeit bot viele Gelegenheiten zum Austausch mit anderen engagierten Jugendlichen aus ganz Deutschland an.
Sonntag, 10. Mai 2026 – Ergebnisse und Gedenkstättenbesuch
Am Sonntagmorgen wurden die Ergebnisse der Redaktionsarbeit präsentiert. Besonders beeindruckend war die fertige Kongresszeitung, die aus den Interviews und Berichten der Teilnehmenden entstanden war. Außerdem wurden die produzierten Podcasts sowie die Social-Media-Beiträge vorgestellt. Dabei wurde deutlich, wie viel Arbeit, Kreativität und Engagement alle Gruppen in ihre Projekte investiert hatten.
Nach der Präsentation der Ergebnisse fuhren die Teilnehmenden mit ihren bereits gepackten Koffern gemeinsam mit dem Reisebus zur Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. Dort wurden wir von Zeitzeugen über das Gelände geführt und erhielten eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der politischen Verfolgung in der DDR. Während der Führung bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und direkt mit den Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen.
Ab 14:30 Uhr begann die individuelle Abreise. Mit vielen neuen Eindrücken, wertvollen Erfahrungen und zahlreichen neuen Kontakten traten wir die Heimreise an.





