Großes Interesse: DIE HvK HILFT – Werde Knochenmarkspender!

Alle 15 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose Blutkrebs.
Nick, ehemaliger Schüler unserer Schule, der HvK, erhielt Anfang des Jahres die Diagnose und nichts in seinem Leben war seit dem, wie es war.
Nach Nicks Tod im August lebt seine DKMS Kampagne zur Spender-Registrierung weiter (Flyer: Nick sucht Helden) und wir wollen als Schule einen Beitrag dazu leisten!

Am 27.11.2020 findet an der HvK ein DKMS Tag zur Stammzellspender- Registrierung statt. Wir unterstützen damit die Kampagne „Nick sucht Helden“, die von unserem ehemaligen Schüler, der leider im August nach der Blutkrebsdiagnose verstarb, ins Leben gerufen wurde. Schüler die 17 Jahre oder älter sind, werden an diesem Tag ausführlich darüber informiert, wie man Stammzellspender wird und was dies bedeutet. Die Registrierungsmaterial nehmen die Schüler mit nach Hause und die Proben werden am nächsten Schultag wieder in der Schule abgegeben. Auch Eltern können sich über unsere Kampagne beim DKMS registrieren lassen. Grundsätzlich kann jeder Spender werden, der zwischen 17 und 55 Jahren alt und gesund ist. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage der DKMS. Die Registrierungsmaterialien werden bereits in der Woche vom 23.11.-27.11. zur Verfügung gestellt. Am 27.11. findet dann die Aktion statt. Wir hoffen mit der Aktion eine Vielzahl Spender registrieren lassen zu können!

Einen informativen WAZ-Artikel zu diesem Thema finden Sie hier: DKMS Nick WAZ 04_11_20

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

An der Aktion am 27.11.2020 waren auch die WAZ und der WDR sehr interessiert.

Zum Bericht der WDR-Lokalzeit Ruhr vom 27.11.2020 geht es hier:  https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ruhr/video-lokalzeit-ruhr—-118.html

Die WAZ Bochum berichtete dann am 28.11.2020, hier ein Auszug:

„Normalerweise ist es trubelig, wenn viele Schüler zusammenkommen. An diesem Freitagmorgen aber ist das anders: In der Aula der Heinrich-von-Kleist-Schule (HvK) in Bochum – Gerthe herrscht eine ruhige, konzentrierte Atmosphäre. Das Thema, das die Zwölftklässler des Gymnasiums herführt, ist ein ernstes. Und zugleich eine Herzensangelegenheit. Sie wollen den letzten Wunsch ihres früheren Mitschülers Nick Stangel erfüllen und dazu beitragen, nach Möglichkeit Leben zu retten.

Nick war einer von ihnen. Ein lebenslustiger, sympathischer junger Mann, den alle mochten. Im August ist Nick, Student in Kopenhagen, Leistungssportler, mit nur 22 Jahren gestorben – an den Folgen einer Leukämie. Dieser Blutkrebs kann behandelt werden, lernen die Oberstufenschüler an diesem Morgen von einem Experten der DKMS (steht für Deutsche Knochenmarkspenderdatei). Doch Ärzte und Patient schaffen das nicht allein. Sie benötigen Hilfe von Dritten – Stammzellenspendern .

Zu diesen wollen die meisten der Oberstufenschüler der HvK werden. Denn Nick ist hier nicht vergessen. Dafür sorgt allein auch Lehrerin Ylva Henseler, die Nick ein gutes Stück auf seinem schulischen Weg begleitet und diese Veranstaltung angestoßen hat. Hier wird über Leukämie informiert und darüber, wie leicht es ist, über Selbsttestungen (mit einem großen Wattestäbchen) selbst in die DMKS-Datenbank für potenzielle Spender zu gelangen , um möglicherweise Leben zu retten. Am Ende nehmen alle Schüler, die wollen, Test-Kits mit nach Hause.

Nicht nur für sich selbst. Es werden auch die nächsten Angehörigen dazu aufgerufen, sich registrieren zu lassen. „Meine Mutter macht auch mit“, sagt Alena Ljustaku. Die 18-Jährige hält diese Aktion für „eine super Sache“, denn „sie war ja Nicks letzte Wunsch“. Sie findet, dass „ wir alle so viel dazu beitragen können, Leben zu retten “. Und letztlich „kann es ja auch jeden von uns treffen, so eine Diagnose zu bekommen“.

Nicks Mutter ist von der Aktion der Schule sehr gerührt

Die Schülervertretung des HvK habe eh schon vorgehabt, die DKMS zu unterstützen, berichtet Lea Dicke. „Das ist eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erzeugen“, findet die 17-Jährige. Denn es gebe ja noch längst nicht genug Spender. Darauf weist auch Nicks Mutter Antje Stangel in ihrer Ansprache an die Jugendlichen hin. Sie ist sichtlich gerührt, dass so viele Schüler die Aktion unterstützen : „Mein Sohn wäre unheimlich stolz auf euch.“

Nick selbst hatte noch eine Online-Registrierungsaktion initiiert, die seine Familie nun weiterführt. Mehr als 900 Registrierungen habe man schon erreicht, sagt Antje Stangel. „Doch wir brauchen noch viel mehr.“ Ihr Sohn, erzählt sie der Schülerschaft, habe die Leukämie immer mit einem Computervirus verglichen , der sich langsam ausbreitet und nach und nach alle Bereiche lahmlegt. Er habe versucht, einen Neustart zu schaffen. Leider vergeblich.

Nick half auch die Stammzellenspende seiner Schwester Finnja nicht, die im Sommer am HvK ihr Abitur gemacht hat. Anfangs schlug die Behandlung sogar an. Doch im Juli kam der Rückschlag, der Krebs war zurück . Letztlich ein zu starker Gegner für Nick, den Leistungssportler (Stabhochsprung).

Jeder zehnte Leukämie-Patient in Deutschland findet keinen passenden Spender . Nick war leider einer von ihnen. Damit dieses Schicksal so wenig andere Menschen wie möglich erleidet, wirbt die DKMS weiter unermüdlich um Freiwillige, die sich als Spender registrieren lassen. „Denn jede weitere Person in der Datenbank“, sagt der Mitarbeiter der DKMS zu den Schülern, „ ist für einen erkrankten Menschen die Chance auf ein neues Leben “.

(…)

Leh­re­rin Ylva Hen­se­ler zeigt sich „ über­wäl­tigt von dem Zu­spruch durch die Schü­ler“ und fühl­te sich glatt „ein wenig über­rollt“. Sie ist zeigt sich „sehr stolz, dass dar­aus eine so große Sache ge­wor­den ist.“

Schul­lei­ter Mi­cha­el Braß weiß, was es be­deu­tet, so eine Dia­gno­se ge­stellt zu be­kom­men, wie es Nick und sei­ner Fa­mi­lie pas­siert ist. Bei ihm war es 2008, als er nach einem Fuß­ball­spiel kaum noch Luft bekam. Die Ärzte stell­ten einen 15 Zen­ti­me­ter gro­ßen Tumor in sei­ner Brust fest. „In so einem Mo­ment wird einem be­wusst: Ab jetzt wird ge­kämpft.“

Braß hatte Glück, Nick nicht. So sei es „eine Rie­sen-Auf­ga­be für uns alle “, in sei­nem Ge­den­ken wei­ter­zu­ma­chen. Von daher plant die Hein­rich-von Kleist-Schu­le, die Re­gis­trie­rungs­ak­tio­nen „auf brei­te­re Füße zu stel­len“. So­bald Co­ro­na das zu­lässt.“